Am 14. Dezember 1900, heute vor vor 125 Jahren, hielt Max Planck in Berlin einen Vortrag … dessen fundamentale Bedeutung ihm und seinen Zeitgenossen erst Jahre später klar wurde.

Einige Wochen zuvor, Sonntag den 7. Oktober, besuchten Prof. Heinrich Rubens und seine Frau Marie die Familie Planck zuhause auf ein Tässchen Tee. Rubens berichtete über seine jüngsten Messungen – und nachdem der Besuch gegangen war, eilte Planck umgehend in sein Studierzimmer, interpolierte zwischen dem Wünschen Gesetz und den neuen experimentellen Befunden und legte damit die Grundlagen zu einem neuen Strahlungsgesetz, worüber er mittels einer Postkarte noch am gleichen Abend Prof. Rubens informierte.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

Max Planck, Sproß einer angesehenen Gelehrtenfamilie, wurde nie so recht glücklich mit seiner Entdeckung, öffnete er doch damit die Tür zur Quantenmechanik, die ihm in ihrer Widersprüchlich- und Sprunghaftigkeit fremd bleiben sollte.

„Planck glaubt an Gott, Deutschland und an die strenge Gültigkeit der beiden Hauptsätze der Thermodynamik“, schrieb Olivier Darrigol nicht ohne Augenzwinkern und hatte zweifellos Recht damit. Die klassische Physik mit ihren klaren Gesetzen und Strukturen war dem Klassiker Planck näher.

Der begnadete Klavierspieler, Nobelpreisträger und Revolutionär wider Willen und, das hatte er mit einigen seiner genialen Zeitgenossen in common, passionierter Spaziergänger galt dennoch als wissenschaftliche und moralische Autorität. Planck setzte sich vor und während des Krieges für verfolgte jüdische Kollegen ein und sein jüngster Sohn Erwin wurde im Zusammenhang mit dem mißglückten Attentat auf Hitler im Januar 1945 hingerichtet.

Planck leitete, hochbetagt, nach dem Krieg die nach ihm benannte Max-Planck-Gesellschaft und setzte sich für den wissenschaftlichen Wiederaufbau Deutschlands ein. Er starb am 4. Oktober 1947 in Göttingen.

Max Planck als Abiturient, unschlüssig ob er Musik, Altphilologie oder Physik studieren sollte.

150 Jahre Quanten

Beitragsnavigation


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert